Archiv für Juli, 2009

Ideenwettbewerb der Universität Rostock 2009

28.000 Euro wurden an Spitzenideen aus Forschungseinrichtungen der Region Rostock vergeben.

An der Universität Rostock wurden die besten Ideen des diesjährigen Ideenwettbewerbs aus dem Forschungsraum Rostock prämiert. Teilgenommen hatten die Universität Rostock, das Fraunhofer Institut und das FBN Dummerstorf. Unter der Federführung des Gründerbüros der Universität Rostock hat eine Jury in den Kategorien Forschende und Studierende jeweils drei Ideen mit dem höchsten Innovationspotenzial ausgewählt.

Rene Portwich vom Gründerbüro der Universität wertete die eingereichten Ideen als weiteren Meilenstein auf dem Weg der Hochschule zur gründungsfreundlichen Universität: „In den letzten Jahren sind wir dem Ziel der Gründerfreundlichkeit mit Hilfe des Gründerbüros und durch unseren hausinternen Ideenwettbewerb um einiges näher gekommen. Angebote von der Gründungslehre im Studium bis hin zur Unterstützung jedes Ideenträgers bei der Entwicklung und Umsetzung von marktreifen innovativen Ideen sollen bald selbstverständlich sein.“

Die prämierten Ideen des Ideenwettbewerbs 2009

Kategorie Forschende

1. Preis – 12.000,- €: Moving Diagnostics  – schnelles, kosteneffizientes Verfahren zur Vitatlitätsbestimmung von Zellen, einsetzbar in der biomedizinischen Forschung und der Pharmaindustrie. Team: Dr. med. Sebastian Koball, Heike Potschka

2. Preis – 7.000,- € PoreGenic – weltweit einzigartige Diagnosemethode von Wirkstoffen an lebenden Zellen. Team: Philipp Julian Köster, Carsten Tautorat

3. Preis – 3.000,- € Twid – Ambient Twitter Device  – vielseitig einsetzbares Gerät zur mobilen und automatisierten Nutzung des Internetdienstes „Twitter“. Team: Gerald Bieber, Dr. Thomas Mundt, Anne Gutschmidt

Kategorie Studierende

1. Preis – 3.000 €: Kaufmann & Kirner  mystery shopping and more – effiziente und aussagefähige Methode zur Kundenbefragung. Team: Irina Kirner, Julia Kaufmann

2. Preis – 2.000 €: hand2hand advertising – innovativer Schreibblock, der Platz für Mitschriften eines ganzen Semesters die wichtigsten Informationen der bietet. Team: Michael Florus, Christoph Buchmann

3. Preis – 1.000 €: Tauwerk-Shop.de – Online-Shop mit Tauwerk für den Segelsport von führenden Herstellern in Deutschland. Teamleiter: Gundram Leifert

Der hausinterne Ideenwettbewerb findet seit drei Jahren regelmäßig an der Universität Rostock statt und hat so schon ueber 50 innovative Ideen aufgespürt. Einige davon sind bereits in Unternehmen überführt worden, wie z.B. die Lernerfolgswerkstatt von Tom Beyer oder die CS Federleicht GmbH von Thomas Lipka, Nick Ohlerich und Tim Ronneberger. Andere befinden sich in der Phase der Gründung.

Bombodrom Gegner arbeiten zusammen

Der Vorsitzende des Tourismusverbande Mecklenburgische Seenplatte e.V., Wolf-Dieter Ringguth (gleichzeitig Bürgermeister der Gemeinde Rechlin an der Südmüritz und Landtagsabgeordneter in Schwerin), bedankte sich in einem Schreiben an die Mitglieder des Verbandes bei allen Mitstreitern, die das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide verhindert haben. Letztlich war es eine politische Entscheidung, die die Bundeswehr zur Aufgabe ihrer Pläne, einen Bombenabwurfplatz an der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu errichten, bewogen hat. Kaum vorstellbar ist allerdings, daß die Entscheidung genauso ausgefallen wäre, wenn nicht ein so massiver Protest von Verbänden, Gemeinden, Unternehmern und Bürgern in den vergangenen Jahren erfolgt wäre. In dem Brief würdigte Ringguth noch einmal bedeutende Partner der Protestaktion: Hoteliers, Gemeindevertreter, Organisatoren von Demonstrationen – die Liste wäre endlos fortzusetzen.

Möglich wurde der Protest auch deshalb, weil die finanzielle Unterstütung für zahlreiche Gerichtsverfahren gegeben war. nicht zuletzt haben zahlreiche Bürgerinitiativen gekämpft UND Geld gesammelt. Die AG Freier Himmel, die Bürgerinitiative Freie Heide und Pro Heide e.V. waren hier wesentliche Mitstreiter.

Als Ansporn sieht Ringguth die Entscheidung der Bundeswehr an: jetzt soll nicht nur die Tatsache gefeiert werrden, daß etwas Bedeutendes erreicht wurde. Vielmehr geht es darum, die Region südlich der Müritz sinnvoll weiterzuentwickeln. Zahlreiche Ideen gab es schon lange, die jedoch wegen des geplanten Bombodrom auf Eis gelegt werden mußten. Zielstellung ist es nun, die neuen Gegebenheiten südlich der Müritz sinnvoll zu nutzen.

So schön wird es in der Heide bleiben

So schön wird es in der Heide bleiben

Foto: Thomas Kohler@Flickr