Archiv für Dezember, 2009

Ferienwohungen in Deutschland sehr beliebt

Großstadt-Dschungel in vier Wänden erleben – Städteurlaub in klassifizierten Ferienwohnungen 2009 gefragt

Städtetrips sind begehrt. Hansestädte wie Bremen stehen hoch im Kurs

Städtetrips sind begehrt. Hansestädte wie Bremen stehen hoch im Kurs

Bonn, im Dezember 2009: Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) verzeichnet im bisherigen Jahresverlauf 2009 eine starke Nachfrage nach privaten Ferienunterkünften. Neben Gruppenunterkünften und Campingplätzen stehen insbesondere klassifizierte Ferienwohnungen, -häuser und Privatzimmer bei den Gästen hoch im Kurs. Allerdings werden diese nicht nur für den klassischen Sommerurlaub am Strand oder in den Bergen gebucht. Private Ferienobjekte werden auch zunehmend zu einer guten Ausweichadresse zur Übernachtung im Hotel im Rahmen eines Städtetrips.

„Die Individualität einer privaten Ferienunterkunft ist für deutsche Urlauber eine echte Alternative zur Unterbringung in Hotels und Gasthöfen“, sagte Reinhard Meyer, Präsident des DTV. „Stimmen dann noch Qualität, Preis und Leistung, bleibt der Urlaub in bester Erinnerung.“ Weitere Vorteile sieht Meyer in der Unabhängigkeit in Bezug auf An- und Abreisezeit und der Möglichkeit, Verpflegungskosten flexibel zu gestalten. Zudem ist die Miete für Ferienhäuser in Deutschland im europäischen Vergleich mit am günstigsten: Im Schnitt kostete sie in der vergangenen Sommersaison 477 Euro pro Woche ohne Nebenkosten. Einzig in Österreich zahlte man zwischen 1. Juni und 30. September 2009 mit 472 Euro weniger. Am teuersten ist die Miete mit 777 Euro pro Woche für Ferienhäuser in Spanien (laut einer Studie von Atraveo).

Nach der guten Sommersaison werden nach Einschätzung des DTV auch die letzten Wochen des Jahres in privaten Ferienunterkünften gut gebucht sein. Insbesondere im Rahmen von Städtetrips sieht der Verband Potenzial: Hier ziehen immer mehr Deutsche die eigenen vier Urlaubswände dem Hotelzimmer vor. Die Wahl des Feriendomizils orientiert sich dabei häufig am Qualitätsstandard.

Mit der Sterne-Klassifizierung für private Ferienunterkünfte bietet der DTV hier leichte Orientierung: Derzeit sind über 68.000 Ferienwohnungen, -häuser und Privatzimmer mit einem oder bis zu fünf Sternen klassifiziert. Im Rahmen der DTV-Klassifizierung werden private Ferienunterkünfte von geschulten Prüfern anhand eines Kriterienkataloges überprüft. Je besser die Qualität ist – desto mehr Sterne gibt es.

2008 hat der Deutsche Tourismusverband für qualitätsbewusste Gäste zudem eine neue Informations-Plattform im Internet geschaffen: www.sterneferien.de bietet eine Übersicht im Angebotsdschungel verschiedener Ferienobjekte und liefert ausschließlich geprüfte Qualitätsunterkünfte. Seit ihrer Markteinführung Mitte 2008 gewinnt www.sterneferien.de mehr und mehr Einträge hinzu. Bis heute sind knapp 3.900 Objekte auf der Interseite erfasst. Der Reiselustige erhält umfangreiche Informationen zu den klassifizierten Ferienunterkünften, meist inklusive Fotos und Grundriss des Objektes. Er kann nach der Anzahl der Sterne suchen, seine bevorzugte Region anklicken und nach bestimmten Ausstattungsmerkmalen oder Urlaubsthemen wählen.

Informationen zur DTV-Klassifizierung, eine Übersicht der Gesamtstatistik der klassifizierten Objekte in den Bundesländern sowie die Sterneverteilung können Sie auf www.deutschertourismusverband.de herunterladen.

Der DTV

Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) – 1902 gegründet – ist der Dachverband kommunaler, regionaler und landesweiter Tourismusorganisationen. Er setzt sich für eine erfolgreiche touristische Entwicklung in Deutschland ein. Neben Aufgaben als tourismuspolitische Interessenvertretung steht dabei die Fach- und Projektarbeit im Vordergrund. Der DTV ist beratend, zertifizierend und koordinierend in vielen Bereichen des Qualitätstourismus tätig. Zu den Mitgliedern des DTV zählen zwölf Landestourismusorganisationen, zwei Stadtstaaten sowie sieben regionale Tourismusorganisationen. Ferner sind 38 Städte, alle Kommunalen Spitzenverbände sowie insgesamt 36 Fördernde Mitglieder – darunter ADAC und Deutsche Bahn AG – im DTV vertreten.

Quelle und nähere Informationen:
Deutscher Tourismusverband e.V.
Nicole Habrich
Tel. 02 28 / 985 22 -14
habrich@deutschertourismusverband.de

Foto: Thomas Kohler@Flickr

Städtetourismus auf dem Vormarsch

Deutscher Städtetourismus kann Krise standhalten – Städtetouristen gleichen Minus im Geschäftsreisetourismus aus

Braunschweig, im Dezember 2009: Der deutsche Städtetourismus hat der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise bisher gut standgehalten: In den ersten neun Monaten verzeichneten die deutschen Städte im Übernachtungs- und Tagestourismus nach eigenen Angaben größtenteils Zuwächse. Einzig der Geschäftsreisemarkt hat mit zum Teil deutlichen Einbußen zu kämpfen. So das Fazit einer Blitzumfrage unter insgesamt 39 kleineren, mittelgroßen und Großstädten, die der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) heute auf seinem Städte- und Kulturforum in Braunschweig vorstellte.

„Allen Unkenrufen zum Trotz: Die deutschen Städte sind und bleiben Publikumsmagnete“, bilanzierte DTV-Vizepräsident Peter Siemering die stichprobenartige Umfrage des DTV. „Das zeigt: Das zukunftsorientierte Denken, das der DTV stets fordert, hat sich ausgezahlt. Die Gäste bleiben nicht aus, stattdessen überzeugt sie die Angebotsvielfalt der Städte.“ Die Angebotsstruktur der Städte ist dabei ausschlaggebend für Zugewinne oder Rückgänge bei den Übernachtungszahlen. Zwischen Januar und September 2009 verbuchten klassische Städtereiseziele weniger bis gar keine Verluste, Geschäftsreiseziele dagegen spürten zum Teil gravierende Einbußen.

Geschäftsreisemarkt weiter rückläufig

Laut DTV registrierten 25 der 39 befragten Städte Rückgänge im Geschäftsreisesegment. Von dieser Entwicklung sind alle Städtegrößen gleichermaßen betroffen: 66 Prozent der 15 befragten Großstädte mit über 100.000 Einwohnern, 55 Prozent der elf mittelgroßen Städte mit bis zu 100.000 Einwohnern und 69 Prozent der 13 Kleinstädte mit bis zu 50.000 Einwohnern.

Der Übernachtungs- und Tagestourismus sorgte insbesondere in den Großstädten für positive Entwicklungen, Städtetouristen suchen Kultur und Shopping. Hier sprach in der Blitzumfrage nur eine Großstadt von einer negativen Entwicklung. Dagegen beklagten 45 Prozent der befragten mittelgroßen und 23 Prozent der kleineren Städte Rückgänge bei den Übernachtungszahlen. Im für den Deutschlandtourismus zentralen Segment der Tagesreisen äußerten 18 Prozent der mittelgroßen Städte Einbußen.

„Die klassischen Angebote für Städtereisen haben es geschafft, die teils gravierenden Rückgänge im Geschäftsreisesegment aufzufangen“, so Siemering weiter. „Es wundert daher nicht, dass die Prognosen für 2010 verhalten positiv ausfallen.“ Dennoch dürfe das am stärksten betroffene Geschäftsfeld des Geschäftsreisetourismus nicht vergessen, sondern müsse vielmehr gestützt werden. Siemering begrüßte, dass die deutschen Städte vermehrt in optimierte Internetauftritte, Werbemaßnahmen und Kooperationen investierten. Sie setzen auch auf neue Marketingstrategien und wollen die Ausrichtung auf den deutschen Markt weiter optimieren. „Der DTV ist stolz auf seine aktiven Mitglieder: Die Städte haben die Chance, welche die Krise bietet, erkannt und zumeist für sich genutzt“, lobte Siemering die Städte.

Der DTV

Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) – 1902 gegründet – ist der Dachverband kommunaler, regionaler und landesweiter Tourismusorganisationen. Er setzt sich für eine erfolgreiche touristische Entwicklung in Deutschland ein. Neben Aufgaben als tourismuspolitische Interessenvertretung steht dabei die Fach- und Projektarbeit im Vordergrund. Der DTV ist beratend, zertifizierend und koordinierend in vielen Bereichen des Qualitätstourismus tätig. Zu den Mitgliedern des DTV zählen zwölf Landestourismusorganisationen, zwei Stadtstaaten sowie sieben regionale Tourismusorganisationen. Ferner sind 35 Städte, alle Kommunalen Spitzenverbände sowie insgesamt 41 Fördernde Mitglieder – darunter ADAC und Deutsche Bahn AG – im DTV vertreten.

Quelle und nähere Informationen:
Deutscher Tourismusverband e.V.
Nicole Habrich
Tel. 02 28 / 985 22 -14
habrich@deutschertourismusverband.de