Bombodrom Gegner arbeiten zusammen

Der Vorsitzende des Tourismusverbande Mecklenburgische Seenplatte e.V., Wolf-Dieter Ringguth (gleichzeitig Bürgermeister der Gemeinde Rechlin an der Südmüritz und Landtagsabgeordneter in Schwerin), bedankte sich in einem Schreiben an die Mitglieder des Verbandes bei allen Mitstreitern, die das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide verhindert haben. Letztlich war es eine politische Entscheidung, die die Bundeswehr zur Aufgabe ihrer Pläne, einen Bombenabwurfplatz an der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu errichten, bewogen hat. Kaum vorstellbar ist allerdings, daß die Entscheidung genauso ausgefallen wäre, wenn nicht ein so massiver Protest von Verbänden, Gemeinden, Unternehmern und Bürgern in den vergangenen Jahren erfolgt wäre. In dem Brief würdigte Ringguth noch einmal bedeutende Partner der Protestaktion: Hoteliers, Gemeindevertreter, Organisatoren von Demonstrationen – die Liste wäre endlos fortzusetzen.

Möglich wurde der Protest auch deshalb, weil die finanzielle Unterstütung für zahlreiche Gerichtsverfahren gegeben war. nicht zuletzt haben zahlreiche Bürgerinitiativen gekämpft UND Geld gesammelt. Die AG Freier Himmel, die Bürgerinitiative Freie Heide und Pro Heide e.V. waren hier wesentliche Mitstreiter.

Als Ansporn sieht Ringguth die Entscheidung der Bundeswehr an: jetzt soll nicht nur die Tatsache gefeiert werrden, daß etwas Bedeutendes erreicht wurde. Vielmehr geht es darum, die Region südlich der Müritz sinnvoll weiterzuentwickeln. Zahlreiche Ideen gab es schon lange, die jedoch wegen des geplanten Bombodrom auf Eis gelegt werden mußten. Zielstellung ist es nun, die neuen Gegebenheiten südlich der Müritz sinnvoll zu nutzen.

So schön wird es in der Heide bleiben

So schön wird es in der Heide bleiben

Foto: Thomas Kohler@Flickr

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