Archiv für Erfolgsfaktoren
Werte, Wirtschaftlichkeit und Zukunft
Die jährliche Mitgliederversammlung des Deutschen Jugendherbergswerkes Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. in der Jugendherberge Beckerwitz, zeigte deutlich, wie sich Werte, Wirtschaflichkeit und nachhaltes Handeln im Tourismus verbinden lassen. Wie der Verband mitteilte, war das Rahmenthema in diesem Jahr „Erneuerbare Energien in Mecklenburg-Vorpommern“.
Auf der Mitgliederversammlung wurde der Jahresbericht 2010 verabschiedet. Die Jugendherbergen im Nordosten konnten den positiven Trend des Jahres 2009 fortsetzen und im Jahr 2010 das beste Jahresergebnis der Vereinsgeschichte erzielen. Die Übernachtungszahlen an den 28 Standorten wurden um knapp 10.000 Übernachtungen auf insgesamt gut 450.000 erneut gesteigert. Besonders erfreulich ist dieses Ergebnis angesichts des allgemeinen Übernachtungsdefizits des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern von -2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
„Wir blicken auf ein Jahr mit viel Bewegung zurück. Ein neuer Verwaltungsrat wurde gewählt, das Jugendfestival Prora10 hat auf unserem Zeltplatz für buntes Leben gesorgt, um nur zwei Highlights zu nennen,“ so die Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes Karen Löhnert. „Unser tolles Ergebnis aus 2010 wollen wir natürlich auch in 2011 fortsetzen,“ betont Präsident Thomas Kohler. „Dabei stehen wir mit der Eröffnung der Jugendherberge Prora im Juli vor der größten Herausforderung und gleichzeitig der größten Chance für unseren Landesverband in den letzten Jahren. Unsere Aufgabe wird es sein, dem grauen Gemäuer buntes, junges Leben einzuhauchen. Wir fühlen uns dafür bestens gerüstet, die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.“
Zukunftsthema Erneuerbare Energien
Mit ihrer Eröffnung soll die Jugendherberge Prora die dritte Umwelt-Jugendherberge in Mecklenburg-Vorpommern werden. Darüber hinaus werden sich alle Häuser im Land dem Thema „Erneuerbare Energien“ verstärkt widmen. Dazu wurde erstmalig ein Projekttagangebot geschaffen, das ab dem neuen Schuljahr in allen Jugendherbergen im Land angeboten wird. Das Angebot mit dem ANU-Umweltbildungsmobil wird dabei ganz individuell nach den Wünschen der Gruppe geplant. Im Vordergrund stehen dabei Experimente zum Mitmachen, Selbermachen und Nachmachen rund um Erneuerbare Energien. Darüber hinaus sind weitere Programme mit der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung M-V (ANU) geplant.
Weichen für konkrete nachhaltige Maßnahmen wurden bereits gestellt, um das wichtige Zukunftsthema in den Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern in die Praxis umzusetzen. Ab sofort werden alle zentralen Publikationen auf 100% Recycling-Papier gedruckt und ab 2012 alle Jugendherbergen im Land mit Strom aus Wasserkraft versorgt. Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz
Naturnaher Aktivurlaub in Deutschland sehr beliebt
Tourismus in Deutschland auf einem guten Weg – Deutscher Tourismusverband bilanziert ein erfolgreiches Reisejahr 2010 – optimistische Prognose für 2011
Wie der der Deutsche Tourismusverband (DTV) mitteilt, war das Reisejahr 2010 erneut ein sehr erfolgreiches. Mit bundesweiten Zuwächsen von insgesamt um die drei Prozent habe die Entwicklung der Gästeübernachtungen in Deutschland die Erwartungen der meisten Experten noch übertroffen. „Es wird gereist! Die Deutschen haben auch in diesem Jahr wieder dem Reiseland Deutschland die Treue gehalten und heimische Regionen zu ihrem liebsten Reiseziel erwählt. So belege Deutschland in der Rangliste der Übernachtungen ein weiteres Jahr in Folge den ersten Rang, noch vor Spanien und Italien. Zusätzlich haben wir satte Zugewinne bei den Reisenden aus dem Ausland verbucht.“, so DTV-Präsident Reinhard Meyer.
Die Tourismusorganisationen fast aller Bundesländer sind mit den erreichten Übernachtungszahlen sehr zufrieden. Für das Gesamtjahr rechnet der DTV rund 380 Millionen Übernachtungen bundesweit. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von drei Prozent. Insbesondere die Großstädte, die von der Wiederbelebung des Geschäftsreisetourismus profitierten, verbuchten dabei zum Teil sensationelle Zuwächse von bis zu 13 Prozent. „Aber auch privat motivierte Reisen haben zu diesem Anstieg der Übernachtungszahlen beigetragen.“, kommentiert Meyer die Entwicklung im Städtetourismus. „So werden Deutschlands Städte als Anbieter von Shopping-, Kultur- und Eventtrips bei Reisenden aus dem im In- und Ausland immer beliebter.“
Doch beschränkt sich die steigende Nachfrage nicht nur auf städtische Regionen. Als Reisetrends für touristische Regionen zeichnet sich bundesweit eine weiterhin wachsende Beliebtheit von naturnahen Aktivurlauben sowie von Wellness- und Gesundheitsurlauben ab. Die im Deutschlandtourismus erreichten Erfolge begründen sich laut Meyer gleichermaßen auf das vielseitige Angebot sowie auf ein im Vergleich zum Ausland sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem ernte man nun die Früchte einer zunehmend professionellen und zielgruppenorientierten Vermarktung sowie bundesweiter Initiativen für mehr Servicequalität touristischer Destinationen.
Einen optimistischen Ausblick wagt Meyer auf das Jahr 2011 angesichts des positiven Konsumklimas. Die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sowie das Vertrauen der Verbraucher in die weiterhin positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft zeige deutliche Auswirkungen auf die Konsumlaune der Deutschen. Es sei davon auszugehen, dass die Deutschen auch im kommenden Jahr wieder gerne Geld in Urlaub und Reisen investieren. Für das Jahr 2011 rechnet der DTV mit zusätzlichen sieben Millionen Übernachtungen; das entspräche einem weiteren Anstieg von um die zwei Prozent im Vergleich zu 2010. Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz
Auf in die Stadt – Trends im Deutschlandtourismus
Städtereisen weiter im Aufschwung
Wie der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) in Mannheim auf der zentralen Veranstaltung zum Städtetourismus in Deutschland berichtet, sind die aktuellen Zahlen zum Deutschlandtourismus aus Sicht der Städte durchaus bemerkenswert und erfreulich zugleich. „Wir können bislang auf ein überdurchschnittlich erfolgreiches Jahr zurückblicken“, so DTV-Vizepräsident Peter Siemering. „Besonders Städtereisen haben erneut kräftig zugelegt und waren wieder einmal die treibende Kraft im Deutschlandtourismus“, so Siemering weiter. Deutschland steht – nach Angaben des Sparkassen-Tourismusbarometers Deutschland – seit 2008 an der Spitze der europäischen Übernachtungsstatistik (Übernachtungen in Hotels, im Touristik-Camping, Ferienzentren, Kliniken u.ä.), noch vor klassischen Urlaubsländern wie Spanien oder Italien. Auch im Jahr 2010 ist Deutschland auf dem besten Wege die Spitzenstellung zu behaupten.
Betrachtet man die reinen Hotelübernachtungen liegt Deutschland auf Platz drei in Europa. Für das Gesamtjahr rechnet der DTV bei den Gesamtübernachtungen bundesweit mit einem Übernachtungszuwachs von drei Prozent. Für das kommende Jahr prognostisiert der Verband aufgrund der wiederbelebten Konsumlaune und der Beliebtheit Deutschlands als Reiseland im In- und Ausland ein Plus bei den Übernachtungen von circa zwei Prozent.
Deutschland ist beliebtes Reiseziel
Die signifikantesten Zuwächse bei den Ankünften und Übernachtungen verbuchte man von Januar bis September 2010 bei Besuchern aus dem Ausland. Laut Statistischem Bundesamt erhöhte sich die Zahl der Gästeübernachtungen von Januar bis September 2010 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,0 Prozent auf 299,1 Millionen. Davon entfielen 251,6 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (plus 1,6 Prozent) und 47,4 Millionen auf ausländische Gäste (plus 11,0 Prozent). Auch Baden-Württemberg konnte von überdurchschnittlichen Übernachtungszahlen von Gästen aus dem Ausland (plus 8,5 Prozent) profitieren und legte somit bei den Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 2,3 Prozent zu.
Deutsche Städte im Aufwind
Die Übernachtungen in Großstädten mit über 100.000 Einwohnern stiegen im September 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 10,4 Millionen um überdurchschnittliche 11,8 Prozent. Die Metropolen Berlin, Hamburg und München konnten im Zeitraum Januar bis September satte Gewinne von 11,7 Prozent, 8,8 Prozent bzw. 13,9 Prozent verbuchen. Auch die Main-Taunus-Region legte ein Gesamtplus von 9,7 Prozent hin – ein Hinweis darauf, dass der Geschäftsreisetourismus nach der Finanzund Wirtschaftskrise weiterhin kräftig anzieht. Deutschland steht heute als Messe- und Tagungsort im internationalen Vergleich wieder mit großem Abstand an erster Stelle.
Erfolg ist planbar, wenn man die Trends frühzeitig erkennt
Neben den Geschäftsreisen erfreuen sich Kultur-, Event- und Shoppingreisen nach wie vor bei Besuchern aus dem In- und Ausland einer großen Beliebtheit. Auch hier steigt die Nachfrage stetig. Laut einer Trendstudie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen könnten 3 sich 24 Millionen Deutsche vorstellen, in naher Zukunft eine Städtereise zu unternehmen. Untersuchungen zum Reiseverhalten der Deutschen lassen erkennen, dass neben der Haupturlaubsreise zusätzliche, über das Jahr verteilte Kurzurlaubsreisen immer beliebter werden. Städtereiseziele könnten davon profitieren. Bei dem vielseitigen Angebot in deutschen Städten und in Kombination mit dem im europäischen Vergleich ausgezeichneten Preis- Leistungsverhältnis lassen sich optimistische Zukunftsszenarien für den Städtetourismus erkennen, so DTV-Vizepräsident Siemering. Mit seinem Deutschen Städte- und Kulturforum trägt der DTV dazu bei, neue Trends und Entwicklungen bei Städte- und Kulturreisen aufzuspüren und zu verbreiten. Auch diesmal hat der DTV wieder für den Städtetourismus relevante und aktuelle Aspekte aufgegriffen. Die bestimmenden Themen des DTV-Städte- und Kulturforums waren „Kultur und Neue Medien“, „Zukunftsmärkte für Städte“, „Familienurlaub in der Stadt“, „Diversity Marketing“ sowie die publikumswirksame Inszenierung von Wissenschaft.
Deutsches Städte- und Kulturforum
Der Städte- und Tagestourismus ist ein starker Motor des Deutschlandtourismus. „Wir sehen bundesweit ein großes ökonomisches Potenzial im deutschen Städtetourismus“, so DTV-Vizepräsident Peter Siemering. Um in diesem Reisesegment auch künftig gut aufgestellt zu sein, führt der DTV zweimal jährlich sein Deutsches Städte- und Kulturforum als Fachtagung und Forum für den Erfahrungsaustausch durch (jeweils einmal im Süden und einmal in Norden Deutschlands).
Nähere Informationen beim Deutschen Tourismusverband e.V., Nicole Habrich Telefon 02 28 / 985 22 -14, E-Mail: habrich@deutschertourismusverband.de – Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz


