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Längste Jugendherberge der Welt in Prora eröffnet
Aus grau wird bunt: Gäste und Straßenkünstler aus aller Welt beleben den „Koloss von Rügen“

Frau Brettschneider, Ministerin Frau Schwesig, Karen Löhnert und Dennis Brosseit (Jugendherbergen MV)
„Die längste Jugendherberge der Welt“ ist eröffnet: Seit 4. Juli 2011 empfängt in Prora auf Rügen die mit 400 Betten größte Jugendherberge Mecklenburg-Vorpommerns Gäste aus aller Welt. Ein buntes Festprogramm begleitete die Eröffnungsfeierlichkeiten, untermalt von über 40 internationalen Straßenkünstler-Acts des zu diesem Anlass stattfindenden, durch viele regionale Sponsoren und das Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern unterstützten Inselkünstler-Festivals von Steffi Stephan, Mitbegründer des Lindenberg‘schen Panikorchesters. Dies berichtet die Pressesprecherin der Jugemdherbergen.
„Die Chance, diesem grauen Koloss neues, junges Leben einzuhauchen, war für uns einmalig“, so Thomas Kohler, Präsident des Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Jugendherbergswerkes, bei der Eröffnung. „Die Kombination aus direkter Strandlage und vielfältigem Erlebnisprogramm mit der Aufarbeitung der komplexen Vergangenheit macht Prora zu einer ganz besonderen Unterkunft, und wir sind überzeugt, hier eine Begegnungsstätte für Menschen aus aller Welt geschaffen zu haben.“
Der von den Nationalsozialisten als Seebad der Organisation „Kraft durch Freude“ geplante, 4,5 Kilometer lange Komplex an der Prorer Wiek wurde während des Zweiten Weltkriegs und zu DDR-Zeiten vor allem militärisch genutzt. Bewusst arbeitet das Deutsche Jugendherbergswerk mit Partnern wie dem angeschlossenen Prora Zentrum e. V. zusammen, das mit Ausstellungen, Rundgängen und Workshops über die NS- und DDR-Vergangenheit des Gebäudes informiert. Zudem wird das Team der neuen Jugendherberge und des bereits seit 2008 betriebenen Jugendzeltplatzes durch das Regionalzentrum für demokratische Kultur Nordvorpommern-Rügen-Stralsund beratend begleitet.
Bauherr der neuen Jugendherberge war der Landkreis Rügen: „Der Bau der Jugendherberge war für den Landkreis eine riesige Herausforderung“, sagte Landrätin Kerstin Kassner, „aber wir haben sie gemeistert und darauf sind wir sehr stolz. Für mich persönlich geht mit der Eröffnung der Jugendherberge zugleich ein Traum in Erfüllung. Ich habe mir immer gewünscht, die Entwicklung des ehemaligen KdF-Bades in Prora zu befördern. Das ist dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit vielen Partnern gelungen.“
Das Land Mecklenburg-Vorpommern verspricht sich durch die Eröffnung der Jugendherberge weitere Impulse im Jugendtourismus, gerade im Bereich junger Individualreisender aus dem In- und Ausland. „An einem historisch und baulich schwierigen Standort soll die Vision internationaler Jugendbegegnung modern umgesetzt werden. Dies kann ein Meilenstein für Binz und Prora selbst, für den Tourismus auf der Insel Rügen und auch für die weitere Entwicklung des Kinder- und Jugendtourismus in Mecklenburg-Vorpommern sein”, erklärte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Schon jetzt hält der Kinder- und Jugendtourismus mit jährlich etwa 2,8 Millionen Übernachtungen einen beachtlichen Anteil von rund zehn Prozent am Tourismusvolumen Mecklenburg-Vorpommerns.
Prora ist als Familien-Jugendherberge, Umwelt-Jugendherberge und Jugendherberge International zertifiziert und somit auf unterschiedliche Gästezielgruppen bestens eingestellt. Das Projekt wurde gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie durch EU-, weitere Bundes-, sowie Landesmittel.
Biosphaerium Elbtalaue – neues Infozentrum im Schloss Bleckede
Die deutschen Schutzgebiete (Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate) können bald ein neues Mitglied bei den zugehörigen Informationszentren der Schutzgebiete begrüßen. Im Biosphärenreservat Elbtalaue wird aus dem Elbschloß Bleckede das Infozentrum Biosphaerium Elbtalaue. Die Baukosten für die Erweiterung betragen knapp 1,5 Millionen EURO. Eröffnung ist im Frühjahr 2011.
Fisch & Biber
Die behindertengerechte Ausstellung zeigt die Faszination der Modellregion Elbtalaue mit ihren Schönheiten und Besonderheiten, insbesondere der Tier- und Pflanzenwelt. Die Unterwasserlandschaft der Elbe wird mit vielen verschiedenen Aquarien präsentiert. Zu bestaunen gibt es die unglaubliche Artenvielfalt in Europas artenreichstem Strom. Weiteres Highlight ist die Biberburg. Besucher auf Schloß Bleckede können einer Biberfamilie beim ganz normalen Biber-Alltag zuschauen. Meister Bockert, wie der Biber in der Fabel genannt wird, hat dafür ein wunderschönes und vor allem artgerechtes Zuhause im Infozentrum erhalten.
Neben den beiden tierischen Erlebnissen vermittelt das Biosphaerium Elbtalaue die Eigenarten der Auenlandschaft und deren Hintergründe und Bedeutung. Der Besucher kann unter anderem entdecken, warum die Störche so gern in diese Region kommen. Nicht verpassen sollte man den Anstieg auf den Aussichtsturm: Elbe, Deichvorland, Elbtalaue sowie Schloß und Stadt Bleckede sind von dort oben sehr schön zu beobachten.
Was die Region zu bieten hat
Das Informationszentrum des Biosphärenreservats Elbtalaue erfüllt noch eine weitere Funktion: als Touristeninformation der Region können Urlauber alles über Ausflugsziele der Region, Übernachtungsmöglichkeiten und kulturelle Veranstaltungs erfahren.
Kontakt und Information
Die Stadt Bleckede, das Land Niedersachsen, der Hamburg-Niedersachsen-Fonds, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Allianz-Umweltstiftung und die Niedersächsische Lottostiftung haben das Projekt gemeinsam ermöglicht und finanziert.
Das Biosphärenreservat Elbtalaue gehört zu den Nationalen Naturlandschaften in Deutschland. Eine artenreiche Flora und Fauna machen den Reiz und die Bedeutung der Region aus. Sie ist gleichzeitig Modellregion für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der UNESCO-Biosphärenreservate, die es auf der ganzen Welt gibt.
Biosphaerium Elbtalaue
Schloßstraße 10
21354 Bleckede
Telefon: 0 58 52 / 95 14 14
Fax: 0 58 52 / 95 14-99
E-Mail: info@biosphaerium.de
Internet: www.biosphaerium.de
Uralte Gemäuer und prächtige Bauten beliebt
Beliebteste deutsche Sehenswürdigkeiten des Jahres 2010
Wie der Deutsche Tourismusverband mitteilt, bleibt der Kölner Dom die Nummer Eins der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland; eine Online-Umfrage bei über 1000 Internetnutzern (Umfrage des DTV und meinestadt.de) habe dies ergeben. Das prächtige Kirchengebäude in Köln kann damit schon zum dritten Mal in Folge den titel verteidigen.
Auffällig ist die Differenziertheit, was als Sehenswürdigkeit angesehen wird. Kirchen, Tore, Schlösser & Burgen, Prachtbauten, technische Anlagen, Türme und Denkäler sind auf den Plätzen eins bis fünfzehn vertreten. Das Innenleben der Sehenswürdigkeiten scheint nicht sonderlich wichtig zu sein. An fast alle Attraktionen erinnern sich die Befragten, auch ohne tatsächlichen Besuch derselben. Eine Erkenntnis für den Tourismusstandort Deutschland: die Highlights sind über das ganze Land verteilt.
Im Vergleich zum Vorjahr ist das Kölner Wahrzeichen in der Gunst der Deutschen sogar noch gestiegen: Im Jahr 2009 schaffte es der Kölner Dom mit 8 Prozent der Stimmen auf Platz 1, in diesem Jahr gelangte das Wahrzeichen mit 15 Prozent wieder an die Spitze. Von Platz 3 auf Platz 2 verbesserte sich die Dresdner Frauenkirche mit 7,1 Prozent, das Brandenburger Tor sank mit 6,6 Prozent um einen Rang auf Platz 3. Auf Platz 4 und 5 im Ranking folgen Schloss Neuschwanstein und der Dresdner Zwinger.
Erstmals in die Top 15 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten haben es diesmal drei geschichtsträchtige Attraktionen geschafft: Die Zeche Zollverein (Essen) kommt im Jahr der Kulturhauptstadt 2010 auf Platz 12, die Residenz Würzburg und das Schweriner Schloss teilen sich Platz 14. Nach vier Jahren landeten die Wuppertaler Schwebebahn (Platz 7) und der Berliner Reichstag (Platz 9) erneut in den Top 15. Herausgefallen aus dem Top-Ranking sind hingegen das Hermannsdenkmal, das Deutsche Eck bei Koblenz und der Hamburger Michel.
Sehenswürdigkeiten stehen bei den Deutschen allgemein hoch im Kurs: 82 Prozent der Umfrageteilnehmer bekundeten großes Interesse an touristischen und kulturellen Attraktionen. Dabei assoziieren sie vor allem historische Denkmäler (41 Prozent), imposante Schlösser (14 Prozent) sowie Burgen und Kirchen (13 Prozent). 90 Prozent der Befragten haben ihre Lieblingsattraktion bereits einmal besucht.
Die Top 15 der beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeiten 2010:
1. Kölner Dom
2. Frauenkirche (Dresden)
3. Brandenburger Tor (Berlin)
4. Schloss Neuschwanstein (Schwangau)
5. Dresdner Zwinger
6. Hamburger Hafen
7. Schwebebahn (Wuppertal)
8. Berliner Fernsehturm/ Völkerschlachtdenkmal (Leipzig)
9. Reichstag (Berlin)
10. Heidelberger Schloss
11. Porta Nigra (Trier)
12. Wartburg (Eisenach)/ Zeche Zollverein (Essen)
13. Ulmer Münster
14. Holstentor (Lübeck)/Schweriner Schloss/ Residenz Würzburg
15. Herkules (Kassel)

