Archiv für Region

Bombodrom Gegner arbeiten zusammen

Der Vorsitzende des Tourismusverbande Mecklenburgische Seenplatte e.V., Wolf-Dieter Ringguth (gleichzeitig Bürgermeister der Gemeinde Rechlin an der Südmüritz und Landtagsabgeordneter in Schwerin), bedankte sich in einem Schreiben an die Mitglieder des Verbandes bei allen Mitstreitern, die das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide verhindert haben. Letztlich war es eine politische Entscheidung, die die Bundeswehr zur Aufgabe ihrer Pläne, einen Bombenabwurfplatz an der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu errichten, bewogen hat. Kaum vorstellbar ist allerdings, daß die Entscheidung genauso ausgefallen wäre, wenn nicht ein so massiver Protest von Verbänden, Gemeinden, Unternehmern und Bürgern in den vergangenen Jahren erfolgt wäre. In dem Brief würdigte Ringguth noch einmal bedeutende Partner der Protestaktion: Hoteliers, Gemeindevertreter, Organisatoren von Demonstrationen – die Liste wäre endlos fortzusetzen.

Möglich wurde der Protest auch deshalb, weil die finanzielle Unterstütung für zahlreiche Gerichtsverfahren gegeben war. nicht zuletzt haben zahlreiche Bürgerinitiativen gekämpft UND Geld gesammelt. Die AG Freier Himmel, die Bürgerinitiative Freie Heide und Pro Heide e.V. waren hier wesentliche Mitstreiter.

Als Ansporn sieht Ringguth die Entscheidung der Bundeswehr an: jetzt soll nicht nur die Tatsache gefeiert werrden, daß etwas Bedeutendes erreicht wurde. Vielmehr geht es darum, die Region südlich der Müritz sinnvoll weiterzuentwickeln. Zahlreiche Ideen gab es schon lange, die jedoch wegen des geplanten Bombodrom auf Eis gelegt werden mußten. Zielstellung ist es nun, die neuen Gegebenheiten südlich der Müritz sinnvoll zu nutzen.

So schön wird es in der Heide bleiben

So schön wird es in der Heide bleiben

Foto: Thomas Kohler@Flickr

Müritz Informationstag im ÜAZ

ÜAZ

ÜAZ (Foto: Thomas Kohler@Flickr)

Bereits in der achten Auflage fand am 8. April 2009 im Warener ÜAZ (Überregionales Ausbildungszentrum) der Müritz Informationstag statt. Eingeladen hatten die Landrätin Frau Paetsch und Frau Dr. Saß, Geschäftsführerin des ÜAZ Waren/Grevesmühlen.  Informiert wurde unter dem Motto: Die Entwicklung der Müritzregion – Stand und Perspektiven.

Umrahmt von Ausschnitten aus der Sommershow der Lehrlinge der Campingtour-MV gab es abwechslungsreiches Programm:

  • Aktuelle Entwicklungen der Müritz Region inkl. Erwartungen aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung (Landrätin Frau Paetsch)
  • Das deutsch-deutsche Geheimnis – Werbung, Marketing und Wirtschaftsentwicklung (Alexander Mackat)
  • Wirtschafts- und Finanzkrise (Dr. Thomas Drews)
  • Unsere Jugend auf dem Weg zur Müritz region – Chancen für die Vorbereitung auf den Ausbildungsberuf im Verbund mit der Wirtschaft (Dr. Anneliese Saß, Ute Schmidt)
  • Wirtschaftsfaktor Campingwirtschaft (Wolfgnag Neumann)
  • Neue Wege in der Gesundheitswirtschaft (Martin Machel)

Insbesondere der Vortrag von Alexander Mackat war sehr aufschlußreich, obwohl er kaum direkten Bezug zur Mecklenburgischen Seenplate hatte. Die Frage sollte geklärt werden, warum es in Ost und West unterschiedliche Marktführer bei den allermeisten Produkten gibt und wie man werblich damit umgehen sollte. Die Botschaft: Werbung soll Werte wie Gemeinschaft, Tradition, Glaubwürdigkiet, Gemütlichkeit und Ruhe ausstrahlen. Dann kommt sie gemäß den untersuchungen der Agentur Fritsch & Mackat in Ost UND West am ehesten an.

Müritz Informationstag

Müritz Informationstag

Beliebteste Urlaubsziele in Norddeutschland

Der NDR fragte seiner Zuschauer – das Ergebnis ist die Hitliste mit den beliebtesten und schönsten Urlaubszielen im Norden. Die Klassiker (z.B. Rügen, St. Peter Ording und das Steinhuder Meer) sind natürlich vertreten. Die Reihenfolge überrascht dann allerdings doch. Hier die Top 40 des touristischen Nordens:

40 Göttingen (Niedersachsen)
39 Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern)
38 Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern)
37 Osnabrück (Niedersachsen)
36 Braunschweig (Niedersachsen)
35 Oldenburg (Niedersachsen)
34 Celle (Niedersachsen)
33 Stralsund( Mecklenburg-Vorpommern)
32 Steinhuder Meer (Niedersachsen)
31 Flensburg (Schleswig-Holstein)

30 Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern)
29 Hannover (Niedersachsen)
28 Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
27 Kiel (Schleswig-Holstein)
26 Emsland (Niedersachsen)
25 Wismarer Bucht (Mecklenburg-Vorpommern)
24 Nord-Ostsee-Kanal-Region (Schleswig-Holstein)
23 Norderney (Niedersachsen)
22 Hallig Hooge (Schleswig-Holstein)
21 Lübeck (Schleswig-Holstein)

20 Büsum (Schleswig-Holstein)
19 Lübecker Bucht (Schleswig-Holstein)
18 Schleiregion (Schleswig-Holstein)
17 Nationalpark Müritz (Mecklenburg-Vorpommern)
16 Altes Land (Niedersachsen)
15 Helgoland (Schleswig-Holstein)
14 Fehmarn (Schleswig-Holstein)
13 Holsteinische Schweiz (Schleswig-Holstein)
12 St. Peter Ording (Schleswig-Holstein)
11 Amrum (Schleswig-Holstein)

10 Usedom (Mecklenburg-Vorpommern)
9 Harz (Niedersachsen)
8 Lüneburg mit Lüneburger Heide (Niedersachsen)
7 Sylt (Schleswig-Holstein)
6 Fischland, Darss, Zingst (Mecklenburg-Vorpommern)
5 Cuxhaven (Niedersachsen)
4 Rügen/Hiddensee (Mecklenburg-Vorpommern)
3 Hamburg
2 Ostfriesland (Niedersachsen)
1 Hildesheim (Niedersachsen)

Jahresempfang Landkreis Müritz in der Scheune Bollewick

Natürlich! Mecklenburgische Seenplatte

Natürlich! Mecklenburgische Seenplatte

Die Veranstaltungsorte jedes Jahr zu wechseln, hat sich Landrätin Bettina Paetsch auf die Fahnen geschrieben. Nach dem Veranstaltungszentrum in Lärz im Jahr 2007 und dem Müritzeum im vergangenen Jahr, war die Scheune Bollewick für das aktuelle Jahr Austragungsort. In der Ansprache der Landrätin ging es viel ums Geld, Kreishaushalt und die Erfolge, die seit dem letzten Jahresempfang erzielt werden konnten. Da sich der Kreis an der Müritz allerdings nicht der gesamtwirtschaftlichen Krise entziehen kann, sind die Aussichten etwas getrübt. Der wichtigste Satz war sicherlich: “Wir sind und bleiben Morizaner”. Dennoch wurde Mut gemacht. Vor allem von Bollwicks Bürgermeister Bertold Meyer. Er sprach in seiner kurzen und prägnanten Rede das an, was vermutlich die meisten der zahlreichen Gäste des Empfangs dachten: die geplante Kreisgebietsreform soll kommen, wenn sie kommen muß. Ziel soll es sein, daß die Bürger einen Nutzen davon haben. Diesen Nutzen scheinen die Politiker des Landes und der jeweiligen Gemeinden und Kreise etwas aus den Augen verloren zu haben.

Feierlich wurde es, als Pastor Leif Rother mit der Heinrich-Schliemann-Medaille ausgezeichnet wurde, der höchsten Auszeichnung im Landkreis. Der junge Pastor zeigte sich bewegt von der Laudatio, die Kreistagspräsident Gerhard Kresin hielt. Die Fülle an Aktivitäten, die von Leif Rother ausgehen, ist beeindruckend. Insofern ist er ein garantiert sehr würdiger Preisträger.

Musikalisch war der Sonnabendvormittag in Bollewick durchaus unterhaltsam. Moritz Brandenburger und Claudia Kaul begeisterten mit Trompete und Klavier und das Warener Blasorchester lief mit “Petite Suite Europenne” und “Puttin On The Ritz” zur Höchstform auf.

Die Grußworte der Gäste blieben in Erinnerung und zeigen, daß Jammern im Landkreis Müritz überhaupt nicht angebracht ist: Wirtschaftsminister Seidel versprach, alles zu tun, was in seiner Macht steht, damit die Kreisgebietsreform vernünftig verläuft. Sämtliche Wunschträume wird er vermutlich nicht erfüllen können. Dr. Gericke vom Partnerkreis Warendorf zeigte sich beeindruckt vom Erlebnismuseum Müritzeum und Landrat Christan Gilde vom Nachbarkreis Ostprignitz-Ruppin hält den Müritzkreis immer als Vorbild hoch.

Urlaub im Kurort an der Müritz im Trend

Waren Müritz in Mecklenburg

Waren Müritz in Mecklenburg

Deutschlandurlaub bleibt für die meisten im Trend. Die aktuelle Untersuchung der Kurorte in Deutschland bestätigt diesen Eindruck. Die Treugast, ein Beratungunternehmen der Hotellerie, berichtet, daß in den Heilbädern ein Plus an Übernachtungszahlen zu verzeichnen ist. Damit scheint der Abwärtstrend gebrochen. Die Trendwende kommt nicht zufällig: es wurde massiv investiert. Dies läßt sich am ehesten an negativen Beispielen sehen. Manche Kurorte haben immer noch den Charme der 70er Jahre, was sich negativ auf die Steigerungsraten in Sachen Besucherzahlen auswirkt. Hingegen ein schönes und vorbildliches Beispiel für eine erfolgreiche Entwicklung ist Waren an der Müritz, das sich, genau wie die Mecklenburger Seenplatte prächtig entwickelt hat.

Insbesondere Pakete und hochwertige Wellness- und Gesundheitsangebote werden stark nachgefragt. Zuderm arangieren sich die Kurbetriebe besser mit den Krankenkassen, was neue Gästegruppen anzieht. Die Befürchtung besteht allerdings, daß dieser Aufschwung nur kurz währt. Gesucht sind deshalb Konzepte, die langfristig wirken.

Treugast nennt diese: Klare Positionierung, innovative Angebote und eine kontinuierliche Qualitätssteigerung. Eigentlich keine bahnbrechenden Erkenntnisse. Doch an der Umsetzung scheitern leider immernoch zu viele. Doch wenn man sich der Zukunft verschließt, hat man irgendwann ein vierzig Jahre altes Schwimmbad und wundert sich, warum die laufenden Kosten dort dreimal so hoch sind (im Vergleich zu modernen Anlagen).

Die Rangliste der erfolgreichen Kurorte aus der jüngsten Untersuchung liest sich wie folgt:

  • Oberstdorf
  • Bad Wörishofen
  • Bad Pyrmont
  • Bad Elster
  • Bad Füssing
  • Bad Griesbach
  • Bad Homburg v. d. Höhe
  • Bad Kissingen
  • Bad Mergentheim
  • Bad Reichenhall / Bayrisch Gmain
  • Bad Salzuflen
  • Bad Tölz
  • Cuxhaven
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Hinterzarten
  • Oberstaufen
  • Prien am Chiemsee
  • Timmendorfer Strand / Niendorf
  • Westerland / Sylt
  • Zingst

Welcome Center der Mecklenburgischen Seenplatte

  • Müritzeum – Naturerlebniszentrum in Waren (Müritz) – Themen: Natur und Geschichte der Region
  • Tourist-Info Neustrelitz – Information – Themen: kultur und Geschichte
  • Fritz-Reuter-Museum Stavenhagen – Museum – Themen Literatur und regionale Mundart
  • Burg Klempenow – Historische Burg – Historie Mittelalter
  • Scheune Bollewick – Feldsteinscheune – Regionale Produkte und Landwirtschaft
  • 3 Königinnen Palais auf der Schlossinsel Mirow -Bedeutendes Adelsgeschlecht in Mecklenburg-Strelitz

Ähnliche Bestrebungen gibt es derzeit im Spreewald, wo das Ausstellungs- und Erlebniszentrum Wasserreich Spree entstehen soll.