Archiv für Tourismus
Biosphaerium Elbtalaue – neues Infozentrum im Schloss Bleckede
Die deutschen Schutzgebiete (Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate) können bald ein neues Mitglied bei den zugehörigen Informationszentren der Schutzgebiete begrüßen. Im Biosphärenreservat Elbtalaue wird aus dem Elbschloß Bleckede das Infozentrum Biosphaerium Elbtalaue. Die Baukosten für die Erweiterung betragen knapp 1,5 Millionen EURO. Eröffnung ist im Frühjahr 2011.
Fisch & Biber
Die behindertengerechte Ausstellung zeigt die Faszination der Modellregion Elbtalaue mit ihren Schönheiten und Besonderheiten, insbesondere der Tier- und Pflanzenwelt. Die Unterwasserlandschaft der Elbe wird mit vielen verschiedenen Aquarien präsentiert. Zu bestaunen gibt es die unglaubliche Artenvielfalt in Europas artenreichstem Strom. Weiteres Highlight ist die Biberburg. Besucher auf Schloß Bleckede können einer Biberfamilie beim ganz normalen Biber-Alltag zuschauen. Meister Bockert, wie der Biber in der Fabel genannt wird, hat dafür ein wunderschönes und vor allem artgerechtes Zuhause im Infozentrum erhalten.
Neben den beiden tierischen Erlebnissen vermittelt das Biosphaerium Elbtalaue die Eigenarten der Auenlandschaft und deren Hintergründe und Bedeutung. Der Besucher kann unter anderem entdecken, warum die Störche so gern in diese Region kommen. Nicht verpassen sollte man den Anstieg auf den Aussichtsturm: Elbe, Deichvorland, Elbtalaue sowie Schloß und Stadt Bleckede sind von dort oben sehr schön zu beobachten.
Was die Region zu bieten hat
Das Informationszentrum des Biosphärenreservats Elbtalaue erfüllt noch eine weitere Funktion: als Touristeninformation der Region können Urlauber alles über Ausflugsziele der Region, Übernachtungsmöglichkeiten und kulturelle Veranstaltungs erfahren.
Kontakt und Information
Die Stadt Bleckede, das Land Niedersachsen, der Hamburg-Niedersachsen-Fonds, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Allianz-Umweltstiftung und die Niedersächsische Lottostiftung haben das Projekt gemeinsam ermöglicht und finanziert.
Das Biosphärenreservat Elbtalaue gehört zu den Nationalen Naturlandschaften in Deutschland. Eine artenreiche Flora und Fauna machen den Reiz und die Bedeutung der Region aus. Sie ist gleichzeitig Modellregion für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der UNESCO-Biosphärenreservate, die es auf der ganzen Welt gibt.
Biosphaerium Elbtalaue
Schloßstraße 10
21354 Bleckede
Telefon: 0 58 52 / 95 14 14
Fax: 0 58 52 / 95 14-99
E-Mail: info@biosphaerium.de
Internet: www.biosphaerium.de
Uralte Gemäuer und prächtige Bauten beliebt
Beliebteste deutsche Sehenswürdigkeiten des Jahres 2010
Wie der Deutsche Tourismusverband mitteilt, bleibt der Kölner Dom die Nummer Eins der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland; eine Online-Umfrage bei über 1000 Internetnutzern (Umfrage des DTV und meinestadt.de) habe dies ergeben. Das prächtige Kirchengebäude in Köln kann damit schon zum dritten Mal in Folge den titel verteidigen.
Auffällig ist die Differenziertheit, was als Sehenswürdigkeit angesehen wird. Kirchen, Tore, Schlösser & Burgen, Prachtbauten, technische Anlagen, Türme und Denkäler sind auf den Plätzen eins bis fünfzehn vertreten. Das Innenleben der Sehenswürdigkeiten scheint nicht sonderlich wichtig zu sein. An fast alle Attraktionen erinnern sich die Befragten, auch ohne tatsächlichen Besuch derselben. Eine Erkenntnis für den Tourismusstandort Deutschland: die Highlights sind über das ganze Land verteilt.
Im Vergleich zum Vorjahr ist das Kölner Wahrzeichen in der Gunst der Deutschen sogar noch gestiegen: Im Jahr 2009 schaffte es der Kölner Dom mit 8 Prozent der Stimmen auf Platz 1, in diesem Jahr gelangte das Wahrzeichen mit 15 Prozent wieder an die Spitze. Von Platz 3 auf Platz 2 verbesserte sich die Dresdner Frauenkirche mit 7,1 Prozent, das Brandenburger Tor sank mit 6,6 Prozent um einen Rang auf Platz 3. Auf Platz 4 und 5 im Ranking folgen Schloss Neuschwanstein und der Dresdner Zwinger.
Erstmals in die Top 15 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten haben es diesmal drei geschichtsträchtige Attraktionen geschafft: Die Zeche Zollverein (Essen) kommt im Jahr der Kulturhauptstadt 2010 auf Platz 12, die Residenz Würzburg und das Schweriner Schloss teilen sich Platz 14. Nach vier Jahren landeten die Wuppertaler Schwebebahn (Platz 7) und der Berliner Reichstag (Platz 9) erneut in den Top 15. Herausgefallen aus dem Top-Ranking sind hingegen das Hermannsdenkmal, das Deutsche Eck bei Koblenz und der Hamburger Michel.
Sehenswürdigkeiten stehen bei den Deutschen allgemein hoch im Kurs: 82 Prozent der Umfrageteilnehmer bekundeten großes Interesse an touristischen und kulturellen Attraktionen. Dabei assoziieren sie vor allem historische Denkmäler (41 Prozent), imposante Schlösser (14 Prozent) sowie Burgen und Kirchen (13 Prozent). 90 Prozent der Befragten haben ihre Lieblingsattraktion bereits einmal besucht.
Die Top 15 der beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeiten 2010:
1. Kölner Dom
2. Frauenkirche (Dresden)
3. Brandenburger Tor (Berlin)
4. Schloss Neuschwanstein (Schwangau)
5. Dresdner Zwinger
6. Hamburger Hafen
7. Schwebebahn (Wuppertal)
8. Berliner Fernsehturm/ Völkerschlachtdenkmal (Leipzig)
9. Reichstag (Berlin)
10. Heidelberger Schloss
11. Porta Nigra (Trier)
12. Wartburg (Eisenach)/ Zeche Zollverein (Essen)
13. Ulmer Münster
14. Holstentor (Lübeck)/Schweriner Schloss/ Residenz Würzburg
15. Herkules (Kassel)
Naturnaher Aktivurlaub in Deutschland sehr beliebt
Tourismus in Deutschland auf einem guten Weg – Deutscher Tourismusverband bilanziert ein erfolgreiches Reisejahr 2010 – optimistische Prognose für 2011
Wie der der Deutsche Tourismusverband (DTV) mitteilt, war das Reisejahr 2010 erneut ein sehr erfolgreiches. Mit bundesweiten Zuwächsen von insgesamt um die drei Prozent habe die Entwicklung der Gästeübernachtungen in Deutschland die Erwartungen der meisten Experten noch übertroffen. „Es wird gereist! Die Deutschen haben auch in diesem Jahr wieder dem Reiseland Deutschland die Treue gehalten und heimische Regionen zu ihrem liebsten Reiseziel erwählt. So belege Deutschland in der Rangliste der Übernachtungen ein weiteres Jahr in Folge den ersten Rang, noch vor Spanien und Italien. Zusätzlich haben wir satte Zugewinne bei den Reisenden aus dem Ausland verbucht.“, so DTV-Präsident Reinhard Meyer.
Die Tourismusorganisationen fast aller Bundesländer sind mit den erreichten Übernachtungszahlen sehr zufrieden. Für das Gesamtjahr rechnet der DTV rund 380 Millionen Übernachtungen bundesweit. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von drei Prozent. Insbesondere die Großstädte, die von der Wiederbelebung des Geschäftsreisetourismus profitierten, verbuchten dabei zum Teil sensationelle Zuwächse von bis zu 13 Prozent. „Aber auch privat motivierte Reisen haben zu diesem Anstieg der Übernachtungszahlen beigetragen.“, kommentiert Meyer die Entwicklung im Städtetourismus. „So werden Deutschlands Städte als Anbieter von Shopping-, Kultur- und Eventtrips bei Reisenden aus dem im In- und Ausland immer beliebter.“
Doch beschränkt sich die steigende Nachfrage nicht nur auf städtische Regionen. Als Reisetrends für touristische Regionen zeichnet sich bundesweit eine weiterhin wachsende Beliebtheit von naturnahen Aktivurlauben sowie von Wellness- und Gesundheitsurlauben ab. Die im Deutschlandtourismus erreichten Erfolge begründen sich laut Meyer gleichermaßen auf das vielseitige Angebot sowie auf ein im Vergleich zum Ausland sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem ernte man nun die Früchte einer zunehmend professionellen und zielgruppenorientierten Vermarktung sowie bundesweiter Initiativen für mehr Servicequalität touristischer Destinationen.
Einen optimistischen Ausblick wagt Meyer auf das Jahr 2011 angesichts des positiven Konsumklimas. Die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sowie das Vertrauen der Verbraucher in die weiterhin positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft zeige deutliche Auswirkungen auf die Konsumlaune der Deutschen. Es sei davon auszugehen, dass die Deutschen auch im kommenden Jahr wieder gerne Geld in Urlaub und Reisen investieren. Für das Jahr 2011 rechnet der DTV mit zusätzlichen sieben Millionen Übernachtungen; das entspräche einem weiteren Anstieg von um die zwei Prozent im Vergleich zu 2010. Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz


