Wasserreich Spree in Lübben

Spreewald

Spreewald

Der Spreewald ist eines der beliebtesten Urlaubsgebiete in Deutschland. Doch die Verantwortlichen für Tourismus, merken, daß allein eine schöne Landschaft und die Einmaligkeit der Kähne auf der Spree nicht ausreichen. Insbesondere die Verweildauer der Touristen könnte länger sein. Zukunftsweisendes Objekt der Begierde ist in der Spreewaldstadt Lübben nun das Wasserreich Spree. Unter diesem Arbeitstitel plant die Stadt ein überregional bedeutendes Erlebniszentrum, das den Kulturraum Spreewald nahe bringen soll. Die drei zentralen Themen sind Naturraum, Wasserhaushalt und Klimawandel. Selbstverständlich wird das nicht trocken serviert, die Botschaft lautet: es soll vor allem Spaß machen, Lehrreiches über das Biosphärenreservat Spreewald zu erfahren. Spannend ist zum Beispiel die Frage, wie sich eine infolge des Klimawandels möglicher niedrigerer Wasserstand von 10 Zentimetern auswirken würde. Weiterer interessanter Aspekt ist die Entwicklung der ehemaligen Braunkohlentagebau-Region in unmittelbarer Nähe des Spreewalds zur Tourismusregion. Hier könnte das Wasserreich Spree wertvolle Impulse geben und die Lust auf diese bislang noch zu wenig bekannte, allerdings wunderschöne Landschaft wecken. Das Wasserreich Spree soll ein Erlebniszentrum in Sinne eines Welcome-Centers werden. Erklärtes Ziel der Lübbener Verantwortlichen ist es nicht nur einen spannenden Ausflug in das Erlebniscenter selbst zu generieren, sondern vielmehr das Unerkannte und Unbewußte zu fördern. Dadurch profitiert selbstverständlich nicht nur die Stadt Lübben selbst, sondern die ganze Region.

Thomas Kohler vom MÜRITZEUM gibt Schützenhilfe

Geschäftsführer Thomas Kohler

Geschäftsführer Kohler

Eines der Vorbilder ist das Müritzeum in Waren (Müritz). Das Erlebniscenter (inkl. riesigem Süßwasseraquarium) für die Mecklenburgische Seenplatte hat ähnliche Rahmenbedingungen: kleine und touristische recht gut funktionierende Stadt, beliebte Tourismusregion ringsum und die Verknüpfung mit einer einzigartigen Naturlandschaft – dem Müritz Nationalpark. Geschäftsführer des Müritzeums, Thomas Kohler, unterstrich in der Einwohnerfragestunde im August 2008 im Lübbener Rathaus, wo die Achillesferse liegt: Für das Wasserreich Spree bedarf es nicht nur der Finanzen für den Bau, besonders die langfristige Wirtschaftlichkeit sei wichtig, so Kohler. Es gebe leider nur sehr wenige Einrichtungen ähnlicher Art, die kostendeckend wirtschaften. Bei den laufenden Kosten müssen vor allem auch die Rücklagen für die wenige Jahre nach der Eröffnung notwendige Modernisierungen an der Ausstellung einkalkuliert werden. Sonst, so betonte Geschäftsführer Kohler, bleibt man nach einigen Jahren auf der Strecke. Das Müritzeum, selbst erst seit 2007 eröffnet, wurde von Anfang an so durchdacht, daß es die laufenden Kosten bei realistischen Besucherzahlen selbst verdienen kann. An der Müritz ist man trotz Anfangsschwierigkeiten im Vorfeld des Baus heute sehr stolz, ein neues touristisches Highlight zu haben.

Die Bürger und Interessierten des Abends waren froh, Details aus der Betreibung des Müritzeums zu erfahren. Kohler empfahl zum Beispiel, die Vermarktung bereits jetzt zu starten. Was sich merkwürdig anhören mag, ist im Grunde einfach: die Fürsprecher in der Region werden dringend gebraucht. Wenn diese geschlossen hinter dem Projekt stehen, hat das Wasserreich Spree gute Chancen, auch die Menschen von außerhalb dafür zu begeistern. Institutionen wie das Warener Müritzeum zu besichtigen, um von ihnen zu lernen und in Erfahrungsaustausch zu treten, ist dabei hilfreich. Die Parallelen zum Spreewald liegen damit auf der Hand, positive Ansätze sind in Lübben zudem zahlreiche vorhanden. Allen voran Bürgermeister Bretterbauer will das Wasserreich Spree voran treiben. Mit der wunderschönen Schloßinsel hat Lübben ja bereits einwahres Kleinod vorzuweisen, auf dem man aufbauen kann.

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  1. […] Bestrebungen gibt es derzeit im Spreewald, wo das Ausstellungs- und Erlebniszentrum Wasserrreich Spree entstehen […]

  2. […] will, kann auf verrückte Rutschen oder extravagantere Wellnessbereiche setzen. Oder bietet wie die Spreewelten GmbH ein in Europa einzigartiges Angebot: Während die Besucher im warmen Süßwasser baden, […]

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